Österreich schafft die Autobahnvignette ab – doch das ist keine gute Nachricht

Österreich schafft die Autobahnvignette ab – doch das ist keine gute Nachricht

Ab 2027 gibt es in Österreich nur noch digitale Autobahnvignetten. Die klassischen Klebevignetten enden 2026, und die Preise steigen erneut.

9. Oktober 2025 · nachricht

Österreich schafft die klassische Klebe-Autobahnvignette ab – die „Aufkleber“ können letztmals im Jahr 2026 gekauft werden. Und wieder wird es teurer.

Die klassische Vignette für die Windschutzscheibe wird Geschichte. Autofahrer können sie letztmals im kommenden Jahr erwerben. Ab 2027 wird ausschließlich die digitale Version verfügbar sein, wie die österreichische Autobahnbetreibergesellschaft Asfinag am Donnerstag mitteilte.

Laut ihren Angaben nutzen bereits drei Viertel der Fahrer die digitale Vignette, bei der nur das Kennzeichen des Fahrzeugs im Online-System registriert wird. Der Kauf ist nicht nur im Online-Mautshop von Asfinag möglich, sondern auch persönlich, beispielsweise an Tankstellen oder beim deutschen ADAC. Ob ein Fahrzeug oder Motorrad eine gültige digitale Vignette besitzt, lässt sich in einem öffentlich zugänglichen Online-Register überprüfen.

Erweiterung des Vertriebsnetzes
Asfinag erklärte, dass das Vertriebsnetz weiter ausgebaut wird. „Wir stellen sicher durch ein umfangreiches Vertriebssystem, unseren Online-Mautshop, Verkaufsautomaten und eine Informationskampagne, dass jeder Fahrer auch 2027 rechtzeitig seine digitale Vignette erhält“, betonte Asfinag-Vorstandsmitglied Herbert Kasser.

Bisher wurden die Vignetten jedes Jahr in einer anderen Farbe ausgegeben – die letzte analoge Vignette für 2026 wird „feuerrot“ sein, so Asfinag weiter. Und wieder wird es teurer: Die Preise werden entsprechend dem Verbraucherpreisindex angepasst, im Schnitt um 2,9 Prozent. Die Jahresvignette für Pkw kostet dann 106,80 Euro. Die Zweimonatsvignette schlägt mit 32 Euro zu Buche, die Zehntagesvignette mit 12,80 Euro und die Eintagesvignette mit 9,60 Euro.

2025 kostete die Jahresvignette noch 103,80 Euro und überschritt damit erstmals die 100-Euro-Marke.

Schweiz legt Vignettenpreis per Volksabstimmung fest
In der Schweiz ändern sich die Preise nicht – vor Jahren wurde der Preis der Autobahnvignette per Volksabstimmung auf 40 Franken (ca. 43 Euro) festgelegt. Dort wird jedoch nur die Jahresvignette angeboten. Eine digitale Version existiert ebenfalls.

Dagegen nutzen Slowenien, die Slowakei, Tschechien und Ungarn bereits jetzt ausschließlich digitale Mautsysteme, wie Asfinag mitteilt. Österreich folgt damit dem Beispiel seiner Nachbarländer.

Quelle: schwaebische.de

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